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Brief an die Christen im Südlibanon
August 2006 Asher Intrater

Am heutigen Tag herrscht seit 20 Tagen Krieg im Libanon. Israel hat einem 48-stündigen Unterbruch der Luftangriffe zugestimmt, damit humanitäre Transporte sicher in und aus dem Land gelangen können. Auch die Hisbollah stoppte sofort alle Luftangriffe. Wenn Sie dieses Update lesen, kann alles schon wieder anders aussehen.

1. Die "Step" – Die Ebene entlang der Grenze im südlichen Libanon, genannt die “Step” in israelischer Militärsprache, ist ungefähr 70km lang und 6km breit. Es ist das wichtigste Gebiet, aus dem Israel die Hisbollah vertreiben muss. Während die Luftangriffe gestoppt wurden, hat Israel gleichzeitig die Bodentruppen in dieser Region verstärkt und schreitet schnell voran um die Kontrolle zu erlangen. So wird die Hisbollah aus dem Gebiet verdrängt, aus dem sie Kurzstreckenraketen abschiessen können.

2. Grössere Liebe – Premierminister Olmert erwähnte in seiner Rede gestern Abend den Zugführer Roi Klein. Während dem Kampf bei Bint J’bail landete eine Granate der Hisbollah in der Mitte seines Zuges und gefährdete alle seine Männer. Roi, Vater zweier kleiner Kinder, stürzte sich auf die Granate und fing so die Explosion mit seinem Körper ab, wodurch alle seine Männer gerettet wurden. Als sie die letzten Momente seines Lebens miterlebten, sang Roi aus dem 5. Mose: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ Dann funkte er der Zentrale um seinen eigenen Tod zu melden und das Kommando über seine Einheit zu übertragen.

3. Jüdischer Fastentag – Morgen, Mittwochabend bis Donnerstagabend, ist der traditionelle jüdische Fastentag Tisha B’Av. Ich möchte gerne mit einigen Jüngern hinauf an die libanesische Grenze gehen um zu beten und fasten. Ich ermutige so viele Freunde in den Gemeinden und messianischen Synagogen wie möglich an diesem Fasten teilzunehmen, damit Gottes Wille geschehe.

Das Nachfolgende ist ein Brief, den ich an eine Gruppe von Christen im südlichen Libanon geschrieben habe. (Wenn Sie gerne durch uns arabischen Christen, auch Palästinensern, Unterstützung zukommen lassen möchten, so wenden Sie sich an uns und wir werden Ihre Unterstützung dem beilegen, was wir bereits geben.)

Liebe Freunde (die Namen werden aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben).

Wir hörten und sahen euer Leid. Wir sind mit euch zutiefst in unseren Herzen erschüttert. Keine Worte können beschreiben, was ihr im Moment durchmacht. Wir können uns eure Schwierigkeiten nur vorstellen. Inmitten eures Leidens mag es für euch auch verwirrend sein, was ihr über uns hier in Israel denken sollt. Darum habe ich mir gedacht, es könnte hilfreich sein, euch die Situation aus unserer Sichtweise zu beschreiben.

Wir möchten, dass ihr wisst, dass das israelische Volk den Libanon keineswegs hasst. Alle unsere Verantwortlichen haben sogar ausgedrückt, wie leid es ihnen die unschuldigen Zivilisten tun, die durch diesen Krieg zu Schaden kommen. Manchmal fragen wir uns, warum die Reaktionen der arabischen Welt so anders sind – grosse Freude folgt auf jedes Leiden von uns Juden.

Wir sehnen uns nicht nach einem Krieg mit dem Libanon und jeder von uns freut sich auf wahren Frieden. Darum zogen wir vor sechs Jahren alle Soldaten und militärischen Stützpunkte aus dem Libanon ab. Darum betrachten wir auch den Angriff der Hisbollah als absolute ungerechtfertigt und besonders gefährlich, da dieser die internationale Grenze zwischen uns überschritten hat.

Während diesen letzten sechs Jahren haben wir die internationale Gemeinschaft immer wieder vor der Aufrüstung der Hisbollah, die vom Iran durch Syrien kommt, gewarnt. Es war eine Verpflichtung der UNO Resolution 1559 und der UNIFIL Truppen (United Nations Interim Forces in Lebanon), die Hisbollah zu ENTWAFFNEN. Stattdessen wurden sie zu einem Deckschild für die Eskalation in der Aufrüstung dieser Terrorgruppe. Deshalb finden wir es sehr heuchlerisch, wenn die UNO jetzt Israel verurteilt, denn dieser ganze Krieg hätte niemals stattgefunden, wenn sie sich an ihre Verpflichtungen gehalten hätten.

Wir kennen die Anweisungen, die jedem israelischen Soldaten und Piloten gegeben werden, alles zu tun, damit unschuldige Opfer vermieden werden können und nur auf strategische Ziele zu schiessen. Für die Hisbollah gilt jedoch das Gegenteil. Zuallererst zielen sie vor allem auf bewohnte Gebiete. Zweitens ist ihre Strategie im Südlibanon ihre Raketenwerfer in die Mitte von bewohnten Gebieten zu stellen, um unschuldige Menschen als Schutzschilder zu benützen.

Es muss hier erwähnt werden, dass das Verletzen von Zivilisten beim Beschuss eines militärischen Zieles gemäss internationalem Recht kein Kriegsverbrechen ist, während der Abschuss von Artillerie aus einem Gebiet mit ziviler Bevölkerung durchaus eines ist. Die israelische Armee hat Filme gezeigt von Raketenwerfern der Hisbollah, von denen wieder und wieder Raketen auf Israel abgeschossen werden und die unmittelbar danach in ein benachbartes Haus gebracht werden.

Viele haben Israel unnötige Heftigkeit vorgeworfen. In den 20 Tagen der Auseinandersetzung hat die Hisbollah zweitausend (2,000!) Geschosse abgefeuert, die direkt auf die Städte im nördlichen Israel gerichtet waren. Nur durch die Gnade des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs ist es, dass so wenige Israeli getötet wurden. Jedes andere Land, das ungerechtfertigt angegriffen würde, über eine internationale Grenze hinweg und mit Geschossen, die direkt auf seine grössten Städte zielen, hätte 100mal stärker reagiert. Fast alle israelischen Todesopfer geschahen, weil unsere Soldaten sich zurückhielten, damit möglichst wenige libanesische Zivilisten geschädigt würden.

Zu guter Letzt, um die Verhältnismässigkeit unserer Reaktion zu klären, Israel ist umgeben von 100 Millionen fanatischen Muslimen, die uns umbringen möchten. Dies ist der direkte und sogar offen erklärte Zweck der Hamas, des islamischen Djihad, der iranischen Regierung, der Al Kaida und der Hisbollah. Bis jetzt haben wir (wiederum durch die Gnade Gottes) jeden Krieg gewonnen und sofort gibt es internationale Forderungen von Waffenstillstand. Sollten die radikal-islamischen Gruppen nur EINMAL gewinnen, würde das die totale Auslöschung unseres Volkes bedeuten.

Während den sechs Jahren, seit sich Israel aus dem Libanon zurückgezogen hat, wurden aus dem Iran über dreizehntausend (13,000!) Geschosse in die Hände der Hisbollah gespielt. Zu welchem Zweck? Wir waren ja nicht im Libanon und um dieses Gebiet bestand auch nie eine Auseinandersetzung. Der einzige Streitpunkt ist unser EXISTENZrecht.

Vielleicht wusstet ihr nicht, dass es in Israel wiedergeborenen wahre Nachfolger Jesu (Yeshuas) gibt. Wir sind eure geistlichen Brüder. Wir werden für euch beten und alles tun um euch zu unterstützen. Ihr seid Helden in unseren Augen. Ihr seid die Hoffnung und das Schicksal des Libanon.

Möge Gott euch die Stärke geben, die frohe Botschaft von Yeshuas Errettung eurem Volk zu verkünden. Sicherlich gibt es viele Hindernisse auf diesem Weg, so wie es sie hier gibt. Trotzdem ist das die einzige wahre Hoffnung für euer Volk, genauso wie für unseres.

Zusätzlich beten wir für euch, zusammen mit dem ganzen Volk Israel, dass die Kräfte des Terror und des Djihad aus eurem wunderbaren Land vertrieben werden, dass eine starke und gerechte Regierung entstehen wird, und dass es wahren Frieden zwischen unseren Ländern geben wird. Niemand in Israel sehnt sich nach etwas anderem. Es gibt eine wunderbare Tradition der Zusammenarbeit und des beidseitigen Respekts zwischen unseren Ländern, die zurückreicht bis zu Zeiten der Bibel.

Wir sind gespannt darauf von euch zu hören, ein Gespräch und eine Beziehung mit euch aufzubauen und offen zu verstehen, was ihr durchmacht.

Unsere Liebe und unsere Gebete in unserem Messias Yeshua,
Asher Intrater

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