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Die Bedeutung der Herbstfeste
Oktober 2006 Asher Intrater

Die heiligen Festtage der Bibel finden hauptsächlich zu zwei Zeitpunkten statt: der erste ist im Frühjahr, der zweite im Herbst. Im Frühjahr sind es drei Feste:

  1. Pesach (Passah)
  2. Omer (Erstlingsfest)
  3. Shavuot (Wochenfest).

Im Herbst sind es ebenfalls drei Feste:

  1. Teru'ah (Posaunenfest)
  2. Kippur (Versöhnungstag)
  3. Sukkot (Laubhüttenfest).

Die heiligen Festtage der Schrift haben drei Bedeutungsebenen:

  1. Landwirtschaftlich (natürliche Versorgung von Gott als Schöpfer)
  2. Israelitisch (nationale Erlösung von Ägypten und die aaronitische Priesterschaft)
  3. Messianisch (universelle geistliche Bedeutung, in Zusammenhang mit dem Evangelium Yeshuas).

Die erste Bedeutungsebene (Landwirtschaftlich) ist allen Kulturen gemein. Es gibt eine Zeit der Danksagung an ein göttliches Wesen (oder an die „Natur“ als Gott) während dem Frühjahr, wenn die landwirtschaftliche Zeit der Aussaat beginnt. Es gibt auch eine zweite Danksagung im Herbst, beim Einsammeln der Ernte.

Diese natürliche Ebene der Offenbarung begann mit Adam und dauerte bis zur Zeit Abrahams (ungefähr 2000 Jahre). Die Israelitische Ebene der Offenbarung begann mit Abraham und dauerte bis zur Zeit Yeshuas (ungefähr 2000 Jahre). Die Ebene der messianischen (oder evangelischen) Offenbarung begann mit Yeshua und dauert bis heute an (wiederum ungefähr 2000 Jahre).

Eine rabbinische Quelle bezeichnet diese drei Zeitabschnitte wie folgt:

  1. Adam bis Abraham – 2000 Jahre für die Heiden (im Sinn des Wortes gemäss Noah, nicht so wie in Lukas 21 oder Römer 11).
  2. Abraham bis zur Zerstörung des zweiten Tempels – 2000 Jahre für die Tora (Das Gesetz Mose)
  3. Von der Zerstörung des zweiten Tempels bis zur Gegenwart  – 2000 Jahre für den Messias (!)

[Die rabbinische Bedeutung hier ist, dass dies die Zeit ist, in der der Messias offenbart wird, doch offensichtlich, stellt dies die Juden vor eine offene Frage.]

Wenn wir die Feste auf einer Ebene des Evangeliums betrachten, so stehen die drei Feste im Frühjahr für das erste Kommen Yeshuas. Pesach symbolisiert die Kreuzigung Yeshuas für die Vergebung unserer Sünden. Das Erstlingsfest steht für Yeshuas Auferstehung von den Toten. Shavuot war die Zeit der Ausgiessung des Heiligen Geistes.

Diese drei grossen Geschehnisse der Bibel erfüllten nicht nur die Bedeutung der Frühjahrsfeste, sie fanden auch an genau diesen Festtagen statt. Um es anders auszudrücken: es gab ein perfekte Übereinstimmung zwischen der geistlichen Bedeutung der Feste in der Tora und der Geschehnisse im Evangelium einerseits, und den Daten, an welchen die Feste der Tora gefeiert wurden, und an welchen die Geschehnisse des Evangeliums sich abspielten andererseits. Dies ist kein Zufall, sondern göttliche Vorsehung.

Die Daten in der Tora und im Evanglium sind nicht nur durch göttliche Vorsehung koordiniert, sowohl die Tora als auch das Evangelium sind abgestimmt auf die landwirtschaftlichen Jahreszeiten und das Wetter. In Jerusalem sind die Nächte im Sommer heiss und im Winter sehr kalt. Der eine “Übergangsmonat” im Frühjahr ist der Nisan und im Herbst der Tishrei. In diesen zwei Monaten sind die Abende in Jerusalem besonders angenehm.

Der biblische Kalender basiert auf dem Mondlauf, nicht auf dem Lauf der Sonne. Der erste Tag des Monats ist immer der Leermond. Der 7. und der 21. Tag des Monats sind immer Tage mit Halbmond. Der 15. Tag des Monats ist immer der Vollmond. Es gibt also nur zwei Daten mit perfektem Wetter und einer Vollmondnacht: der 15. Nisan, das Pesachfest und der 15. Tishrei, das Laubhüttenfest.

Das Evangelium basiert auf den Zeiten der Feste der Tora, die wiederum auf den landwirtschaftlichen Jahreszeiten basieren. Oder umgekehrt: die landwirtschaftlichen Jahreszeiten wurden geschaffen um mit den Festen der Tora überein zu stimmen, die wiederum mit den Ereignissen im Evangelium übereinstimmen. Warum gibt es eine solch perfekte Übereinstimmung? – Weil derselbe Gott, der das Universum schuf, uns auch unser Gesetz gab und die Priesterschaft. Derselbe Gott, der uns das Gesetz gab, gab uns auch den Messias.

Wir haben nur einen Gott. Darum gehen die natürliche Schöpfung, die Tora und das Evangelium alle zusammen. Es gibt keinen Widerspruch. Bevor Gott die Welt schuf, waren die Priesterschaft und die Botschaft des Evangeliums bereits fertig geplant. Die Schöpfung wurde geplant mit sowohl der Tora, wie auch dem Evangelium bereits im Hinterkopf (mindestens in Gottes Hinterkopf).

Hebräer 4, 3
(…) da die Werke (Gottes) von Anbeginn der Welt gemacht waren.

In der Souveränität Gottes wurden diese drei Elemente, die Natur, die Tora und das Evangelium alle zusammen geplant vor der Gründung der Welt und sind deshalb perfekt übereinstimmend in ihrer Bedeutung. Der eine Gott, der die eine Schöpfung erschuf, gab uns ein Gesetz und sandte uns einen Messias. (Die Natur kann man aber auch als ein Gleichnis verstehen, um die Bedeutung der Botschaft der Bibel festzulegen – Matthäus 13, Psalm 19)

Die landwirtschaftlichen Jahreszeiten und der Tempelkalender sind symbolisch für die Geschichte des Erlösungsplans. Genauso, wie die Frühjahrsfeste das erste Kommen Yeshuas symbolisieren, so stehen die Herbstfeste für das zweite Kommen des Messias. Darum wurde die Bedeutung der Frühjahrsfeste bereits erfüllt, während die Bedeutung der Herbstfeste noch NICHT erfüllt wurde.

Was ist die Bedeutung der Herbstfeste? Der erste Festtag, das Posaunenfest, bezieht sich auf die sieben Shofars (Posaunen), die in der Offenbarung beschrieben werden. Diese Posaunen beschreiben die Trübsal der Endzeit und die Zeit der grossen Ernte.

Der Versöhnungstag ist der grosse und schreckliche Tag des Herrn (so wie er vom Propheten Joel beschrieben wurde), er stellt den exakten Tag des zweiten Kommens Yeshuas dar, und ist der wichtigste und grösste Tag im priesterlichen Kalender.

Bemerkung 1: Der Versöhnungstag wurde teilweise erfüllt, als Yeshua nach seiner Auferstehung sein Blut vor den Altar des Himmels brachte. Dan Juster bemerkte aber richtig, dass der Versöhnungtag sich auf eine nationale Erlösung bezieht, während es sich bei Pessach um die persönliche Erlösung von Menschen oder Familien handelt. Sacharja 12-13 beschreibt eine Zeit der nationalen Busse, in der die ganze Nation Israel weinen wird um ihren einzigen Sohn und auf den schauen wird, den sie durchbohrt hat.

Bemerkung 2: Es gibt einen „letzten“ Posaunenschall am Ende des Versöhnungstages, dem Anfang des Jubeljahres (3.Mose 25, 10). Hier handelt es sich um die letzte Posaune, auf die in Matthäus 24, 1. Korinther 15 und 1. Thessalonicher 4 hingewiesen wird. Der Schall der letzten Posaune erklingt nicht während dem Posaunenfest, sondern am Abend des Versöhnungstages. Beim Posaunenfest geht es um die sieben Posaunen der Offenbarung.

Das Laubhüttenfest wird erfüllt bei der grossen Feier zu Beginn des tausendjährigen Reichs auf Erden, auch das messianische Königreich genannt. Am Laubhüttenfest opferten die Priester 70 Stiere, die die Errettung aller Nationen der Welt darstellten. Bei diesem letzten Laubhüttenfest werden alle Nationen in Jerusalem zusammenkommen um den König anzubeten (Sacharja 14, 16).

Wir können also die Festtage der Bibel und ihre Erfüllung wie folgt zusammenfassen:

Frühjahr: Erstes Kommen

  1. Pesach – Kreuzigung
  2. Omer – Auferstehung
  3. Shavuot – Heiliger Geist

Herbst: Zweites Kommen

  1. Trumpets – Trübsal
  2. Atonement – Zweites Kommen
  3. Tabernacles – Tausendjähriges Reich

Gottes Plan ist einfach, gut geplant, natürlich, logisch und wird natürlich am Ende der Zeiten zu einer perfekten Einheit zwischen Himmel und Erde führen durch den Messias Yeshua (Epheser 1, 10).


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