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Der Sauerteig des Herodes, Pharisäer und die Umsiedlung
© August 2005 von Asher Intrater


In Israel, wie auch an anderen Orten, gibt es extrem starker Druck von der Welt um uns herum. Geistliche Einflüsse manifestieren sich in politischen, sozialen und religiösen Angelegenheiten. Als gläubige in Yeshua (Jesus) müssen wir vorsichtig sein, nicht aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden, sondern den geraden, schmalen Weg zu gehen um weder in Versuchungen auf der Rechten noch der Linken zu fallen.

Yeshua sagte uns, uns vor dem Sauerteig des Herodes und der Pharisäer zu hüten (Markus 8,15). Die Herodianer representieren den Geist des westlichen Liberalismus, sexuelle Sittenlosigkeit, moralischer Kompromiss und sekularer Humanismus. Die Pharisäer auf der andern Seite representieren den Geist des religiösen Stozes, Rassismus, Nationalismus und fanatischer Glauben. Beide dieser Faktoren beeinflussen die kürzlichen Debatten über die Umsiedlung.

Der herodianische Geist wird auf der politischen Linken gefunden, der Druck auf Sharon ausübt, mehr Zugeständnisse zu machen, die biblischen Verheissungen des Landes Israels zu verleugnen und verlangen moralische Gleichwertigkeit zwischen moslemischem Terror und jüdischen Siedlungen. Der pharisäische Geist wird unter den Extremisten innerhalb der religiösen Nationalisten gefunden, die durch ihre egozentrische Weltansicht über Sicherheitsprobleme, die das Schützen einer Enklave von 9'000 Siedler, inmitten von 1'000'000 Mosleme beinhaltet, getäuscht werden, und es ihnen fast gelang, einen zivilen Krieg hervorzurufen und Rebellion gegen die Regierung.

Die christliche Kirche muss sich, auf der einen Seite, gegen den liberalen Humanismus und gegen sexuelle Sittenlosigkeit schützen und auf der anderen Seite gegen die Rache und Gewalt des Islam.Wir messianischen Juden (und einige unserer christlichen, zionistischen Freunde) müssen sich gegen hochmütigen Eifer des religiösen Nationalismus schützen. In Israel sind wir einerseits mit dem herodianischen Humanismus und  Sittenlosigkeit der Sekularen überflutet, und mit dem pharisäischen, religiösen Stolz  der Orthodoxen andererseits. (Die Kirche und Israel muss eins sein, wenn das Monster des Jihad und des Islam besiegt werden soll.)

 Wie also bleiben wir auf Kurs? Erstens, müssen wir unsere Augen auf Yeshua richten und unsere Gedanken durch die Schrift erneuert halten. Zweitens, brauchen wir ein Verständis von Gottes delegierter Autorität auf Erden. Yeshua übt direkte geistliche und moralische Autorität über jede individuelle Person durch den Heiligen Geist und des Gewissens der Person aus. Jedoch Seine delegierte Autorität, in sozialen Angelegenheiten der Menschen ist in vier Hauptgebiete unterteilt: Familie, Kirche ( oder Gemeinde), Geschäftsleben und Regierung.

- Die Eltern (mit dem Ehemann als Haupt) haben die Autorität in ihrer eigenen Familie. Sie haben keine Autorität in einer anderer Ehe oder ihren Kindern.
- Jede Gemeinde hat ihre eigenen Ältesten, Pastoren und Apostel, die in  Leiterschaft dienen. Wenn jemand eine lokale Gemeinde betritt, sollte er dort die Leiterschaft respektieren.
Am Arbeitsplatz lehrt uns die Bibel, gegenüber unseren Vorgesetzten gehorsam zu sein und uns ihnen  unterzuordnen. Der Chef hat nur Autorität bezüglich Sachen des Unternehmens, nicht der Familie, der Kirche oder persönliche, moralische Angelegenheiten.
- Jede Nation hat ihre eigene Regierung. Die Regierung hat kein Recht, Gesetze zu verabschieden, die mit Autorität in die weltweite Familie eingreifen. Die Regierung kann uns weder zu moralischer Sünde zwingen, noch uns verbieten das Evangelium zu verbreiten- (wenn sie das tun würden, sollten wir willig sein ins Gefängnis zu gehen, anstelle uns zu fügen. – Apg. 4).

In Israel hat die gewählte Regierung mit dem Premierminister als Haupt das Recht, über Sicherheit und Politik zu bestimmen, die Umsiedlung miteingeschlossen. Wenn jemand nicht übereinstimmt, kann er seine Unstimmigkeiten äussern und auch in der nächsten Wahl wählen.

Sollte eine Regierung betrügen, so wie die Nazis es taten oder in Mao’s und Stalin’s Kommunismus und in Saddam’s Irak, dann ist Revolution korrekt und Gott wird eine andere Nation erheben (so wie die USA, oder andere) um einen legalen und gerechten Krieg gegen diese Nation zu erklären. Die Umsiedlung von Gaza war dem nicht einmal nahe, um mit  Hitler oder Hussein zu vergleichen. Wir brauchen Unterscheidung, aber wenn jemand die biblischen Prinzipien versteht, muss diese Unterscheidung nicht schwierig sein.

Wir können diese Ausgewogenheit in Yeshua’s Antwort an die Herodianer und  Pharisäer sehen, ob man Steuern an  den Kaiser bezahlen soll oder nicht. ( Es ist ungefähr so, wie wenn jemand  fragt ob wir für oder gegen die Umsiedlung sind.) Wenn Yeshua „ja“ sagen würde, würde das wie ein Verrat an den nationalen, messianischen Bestrebungen unseres Volkes erscheinen. Wenn er „nein“ sagen würde, würde es wie Rebellion gegen die regierende Autoritäten aussehen. Seine erstaunliche Antwort „Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gehört, und gebt Gott, was Gott gehört“ (Math. 22,21) spiegelt diese Balance des Druckes,  weder der einen noch der andern Seite nachzugeben. Er anerkennt Gottes endgültige Oberherrschaft, aber auch Seine delegierte Autorität des regierenden Gefässes.

Die Anwendung dieses Prinzips für uns in Israel: es ist Pflicht der Regierung unter Gott, die Angelegenheiten in Politik und Sicherheit zu lösen. Als Gläubige ist es unsere Pflicht das Wort Gottes zu verbreiten, während wir uns der Regierung, in ihren Bereichen von Autorität unterordnen (einschliesslich Steuern und Armeedienst). (Beachten Sie: Wir sollen nicht Waffen in Rebellion aufnehmen.(Math. 26,52), aber wir sollen Waffen tragen unter der Autorität der Regierung. (Röm. 13,4).

Die Geschichte von Horma in 4. Mose 14 ist ein herzzerreissendes und bedeutendes Beispiel der Tiefe der menschlichen Rebellion gegen Gott. Wenn Moses, als Gottes delegierte Autorität den Leuten sagte, sie sollen das Land angreifen, weigerten sie sich. Hinterher, als sie ihren Fehler einsahen, rebellierten sie wieder und versuchten Mose „voranzugehen“ und griffen das Land ohne ihn an (und ohne Gott). Wir wollen weder Gott vorangehen, noch hinter Ihm zurückbleiben. Beides sind Formen von Rebellion.

Wie erkennen wir den Unterschied? Um die Horma Rebellion zu vermeiden, sollen wir einfach, weder mehr verlangen als die Regierung, noch weniger.Viele der ultraorthodoxen Juden kämpften gegen den Staat Israel, als Gott die frühen politischen Leiter unter Ben Gurion lenkte, voranzugehen. Danach, im Gegensatz, kämpften viele der religiösen Nationalisten gegen Sharon und die israelische Regierung, als diese es nötig fanden, sich aus dem Gaza zurückzuziehen.  

Ich glaube es ist Gottes Wille für Christen und messianische Juden mit dem Premierminister von Israel, bezüglich Sicherheit, politische und Landfragen, zu stehen. Wir sollten gegen die riesige internationale Rebellion von beiden, Muslimen und Humanisten stehen, welche  Israel bedrängen, dem Druck nachzugeben, um unser Land abzugeben (Psalm 2). Auf der anderen Seite müssen wir messianischen Juden auch dem religiösen Eifer und Pharisäertum in unseren eigenen Reihen widerstehen, die zu einer Horma-ähnlichen Rebellion neigt, oder zu einem religiösen, nationalistischen Wahn führt.

Weshalb konnte Gott „nein“ sagen, zu all den Gebeten und Tränen der Siedler im Gaza und den messianisch/christlichen Zionisten? Nun, weil es nicht Sein Wille war. Gott beantwortete auch nicht die Gebete der Lubavitcher, als sie für Rabbi Schneerson beteten, ihn von den Toten aufzuerwecken. Er beantwortete auch nicht die Gebete von Rabbi Akiva und seines Messias Bar Kochba, die eine Rebellion gegen die römischen Eindringlinge führten, noch die der Zeloten, die auf Massada Suizid begingen.

Wann immer es eine Möglichkeit der geistlichen Täuschung gibt, sollten wir immer schnell unsere Herzen prüfen, bezüglich dem angeborenen, täuschenden Einfluss von Stolz, Lust, Rassismus, Rebellion, Zorn, Gier, Religiosität, etc. Yeshua warnte uns, dass es viele täuschende Geister in der Endzeit geben wird (Math. 24, 2. Tim. 3). Falscher Messianismus ist so täuschend, dass Yeshua warnte, dass sogar die Erwählten vorsichtig sein müssen, um nicht getäuscht zu werden (Mark. 13,22). Ein Beispiel von Täuschung fand kürzlich statt, als acht Araber, in zwei Fällen, durch jüdische Terroristen getötet wurden.

Gott hat sich verpflichtet durch Seinen Bund dieses ganze Land dem Volk Israel zu geben und Er ist im Prozess, das Land und das Königreich unserem Volk wieder zurückzuerstatten. Alle Nationen dieser Welt, welche gegen das Land Israel kämpfen, werden zerstört werden. (Sach. 14, Hes. 38). Jedoch die primäre Pflicht der Propheten war, unser Volk zur sozialen Gerechtigkeit und zu wahrem Glauben an Gott herauszufordern. Wenn wir Gottes Gerechtigkeit suchen, dann wird Er uns helfen die Grenzen zu erweitern. Die Arbeit der Propheten war nicht zum nationalistischen Eifer zu ermutigen, sondern moralische Busse zu fordern. (Micha 3,8).

Die Ausnahme ist das Buch Josua, indem unser Volk ermahnt wurde, das Land zu erobern. Trotzdem, in diesem Fall gab es eine Bedingung. Die militärischen und regierenden Leiter (Josua) hatten sich, vor der Landeseinnahme, vor dem Engel des Herrn zu beugen (die vor-personifizierte  Figur von Yeshua) (see Josua 5,13). Die Sache war nicht, dass Gott kam um für Israel zu kämpfen, sondern dass Israel sich Gott unterzuordnen hatte.

Im Glauben stehen, ist zwischen einem Felsen und einem „harten Ort“ zu stehen, oder wie wir in Israel sagen, zwischen einem Hammer und dem Amboss zu stehen. Jene, die in meinen Augen, während der Umsiedlung Helden waren, waren die Soldaten und die Polizei. Sie handelten mit Entschlossenheit und dennoch mit Sensibilität und Geduld. Sie führten ihre Aufgaben aus und dennoch waren ihre Augen feucht mit Erbarmen. Dies spricht vom Charakter Yeshuas, mit Autorität und Gerechtigkeit auf der einen und selbstopfernder Liebe auf der andern Seite.

Autorität in Leiterschaft verlangt Verantwortung. Verantwortung bedeutet, die Ergebnisse in Erwägung zu ziehen. Israelische Premierminister machen öfters während ihrer Wahlreden grosse Behauptungen, zur Rechten oder zur Linken, aber rücken jedesmal in die Mitte, wenn sie ihre Funktion übernehmen und müssen in den Realitäten einer extrem, komplexen Situation handeln. Sharon hat Stärke und Verantwortung im Umgang mit der Umsiedlung demonstriert. Seine Motive für die Entscheidung waren das Wohlergehen des Volkes Israel. Der Druck gegen ihn, von beiden, der Rechten und Linken hätte einen schwächeren Mann umgebracht.

Sowohl Sharon, wie auch die Mehrheit der israelischen Knesset und des israelischen Volkes fand, dass die Umsiedlung von Gaza und den paar isolierten Siedlungen im nördlichen Samaria aus Sicherheitsgründen nötig sind, und um den Palästinensern eine Möglichkeit zu geben ihre Gesellschaft neu aufzubauen. Weitere Zusagen waren NICHT versprochen. Schliesslich, bedeutet das Schicksal dieser kleinen Nation „Nein“ zu dem Druck aller Nationen der Welt zu sagen, ob humanistisch oder islamisch. Mögen wir die Kraft dazu haben, und mögen unsere christlichen Freunde rund um die Welt mit uns stehen.

Während einige der Siedler Zeichen von Rebellion und Illusion zeigen, cooperierten die meisten von ihnen tapfer mit der Entscheidung der Regierung, mitten in einer herzzerbrechenden Situation. Auf eine Art leiden sie diesen Verlust zum Wohle der Welt um sie herum, welches auch den Geist des erlösenden Dieners, wie in Jesaja prophezeit wurde, spiegelt und durch Yeshua vorgelebt wurde. Mein Gebet ist, dass ihre Verpflichtung zur Schrift und dem israelischen  Land, sie zum Glauben an den wahren Messias führen wird.


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