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Höre Oh Israel
© Januar 2005 von Asher Intrater

Das grösste Gebot aller Zeiten beginnt mit dem Wort „Höre“ – in Hebräsch, „Shema“. Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 5.Mose 6,4-5

Dieser Vers ist der vereinte Schrei des jüdischen Volkes, während dreitausend Jahren gewesen. Augenzeugen des Holocaust erzählen von jüdischen Familien welche ihre kleinen Kinder in den Armen hielten und ihnen zuflüsterten, dann zum Himmel zeigend laut sangen, „Shma Israel“, während die Nazis sie mit Maschinengewehren ins Massengrab erschiessen.

In diesem Artikel möchte ich mich auf das erste Wort „Höre“ konzentrieren. Leider ist die Bedeutung durch religiöse Widersprüche verdunkelt worden, (als ob der Vers hauptsächlich eine jüdische Verteidigung gegen den christlichen „heidnischen“  Glauben an drei Götter wäre) und durch religiöse Rituale ( einige Juden rezitieren den Vers mit den drei Mittelfingern an der Stirn hinaufzeigend und dem Daumen und kleinen Finger in den Winkeln des rechten und linken Auges, den Buchstaben „Shaddai“ andeutend; während andere Juden sich den Talit – Gebetsschal -  um ihren Kopf  wickeln, wie Moses sein Gesicht vor dem Herrlichkeitsfeuer Gottes bedeckte.

Zuhören und Gehorchen

Das Wort Shema, so wie im Wort „höre“ in anderen Sprachen, hat zwei Bedeutungen: zuhören und gehorchen. Somit sagt uns Gott zuzuhören – aufmerksam zu hören  und zu verstehen, was Er sagt; und dann wenn wir es verstanden haben es auch zu tun – in Aktion zu treten was das Wort sagt. Das ist ähnlich zu dem wie Pastor Cho aus Korea sein Geheimnis zum erfolgreichen Dienst so einfach zusammenfasst, „Ich bete und ich gehorche“.

Somit sagt uns Gott zu allererst ein hörendes Herz zu entwickeln und zu versuchen Seinen Willen zu verstehen. Du kannst einen Radiosender nicht hören, ausser du stellst die richtige Wellenlänge ein. Bevor wir Gottes Stimme hören können, müssen wir „zuhören“. Römer 10,17 sagt uns, „Glauben kommt aus hören“. (aus englisher Übers.) Das hat auch eine Doppelbedeutung. Unser Glaube wird durch das Hören der Stimme Gottes in unserem inneren Ohr entwickelt, aber er wird auch entwickelt, indem wir „ in allen Dingen gehorchen, was ich (Yeshua ) euch geboten habe“ – Mattäus 28,20.

Prophetische Salbung

Es gab eine Zeit in Israel, in der fast niemand ein prophetisches Wort von Gott empfing. Menschen hörten weder zu noch gehorchten sie. Dann fand Gott einen kleinen Jungen, dessen Herz Ihm gegenüber empfindsam war. Dieser kleine Junge war Samuel. Aber er wusste nicht wie er eine Prophetie empfangen konnte. Er musste lernen. Eli der alte Priester sagte ihm, dass die nächste Zeit, wenn er empfand der Herr würde zu ihm sprechen, zu antworten: „Rede HERR, denn dein Knecht hört“ – 1. Samuel 3,9.

Es gibt eine Stellung, eine Haltung des Herzens, eine Bereitschaft des Geistes, welche uns bereit und fähig macht, ein Wort von Gott zu hören. Wir müssen im Innern zuhören und uns verpflichten zu gehorchen. Wir können Gott nicht dazu bringen zu uns zu sprechen, aber wir können uns darin üben, empfindsam und konzentriert zuzuhören. Und Gott will bestimmt zu uns sprechen. Da ist nichts falsch mit Seinem Sender, unser Sender muss richtig eingestellt werden.

Unsere Mitarbeiter und Studenten nehmen sich am Morgen zwei Stunden Zeit für prophetische Anbetung und Gebet. Es ist eine Zeit des Hörens der Stimme Gottes und des Entwickelns der prophetischen Gaben des Heiligen Geistes. Wir glauben, dass sich Gott eine neue Generation von lokalen, hebräisch sprechenden Propheten hier in Israel erweckt, so wie er das in jedem andern Volksstamm, jeder andern Nation und Sprache tun möchte. Wir sehen dies als eine Art von „Schule der Propheten“ (1. Samuel 10,5)

Königliche Autorität

Ein anderes Beispiel finden wir im berühmten Traum König Salomos, inwelchem er gefragt wurde, was er gerne von Gott erhalten würde. Über allen geistlichen Segen dieser Welt hinaus  bat er um, „ein hörendes Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse“ – 1. Könige 3,9. Das Wort hier für hören oder zuhören oder gehorchends Herz ist lev shomea, von derselben Wurzel  wie shema in beiden vorherigen Abschnitten.

Bemerke wieder die moralische Dimension von hören, so dass wir zwischen recht und falsch unterscheiden können. Es war das hörende Herz Salomos, das ihn würdig machte König zu sein. Dasselbe hörende Herz gibt uns die Weisheit geistliche Autorität auszuüben. Dennoch diese Autorität verlangt auch Aufrichtigkeit. Eines Königs Thron steht duch Gerechtigkeit fest (Sprüche 16,12 und 25,5)

Denke nicht, dass du alle mögliche geistliche Autorität, ohne die entsprechende Verantwortung und Gerechtigkeit haben wirst. Wir lernen durch die Qualitäten von Gerechtigkeit zu regieren (Römer 5,17) und es ist der Geist der Heiligkeit der uns die Weisheit gibt als Könige zu regieren. (Sprüche 8,15)

Somit, ob es bedeutet 1.) den Herrn zu lieben mit all unserer Kraft, 2.) prophetische Gaben oder Salbung zu empfangen, oder 3.) Leiterschaft und königliche Autorität zu entwickeln, alles beginnt mit einem hörenden und gehorsamen Herzen. Wie ein Blatt das durch den leisesten Wind flattert (Johannes 3,8), so sollen wir empfindsam sein durch die Aufforderung des Heiligen Geistes in unserem Innern.


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Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.