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Opferfest
©Februar 2004 von Asher Intrater

Am Sonntag den 1. Februar 2004 steht das grösste Fest auf dem Kalender. An diesem Tag beten 200 Millionen Amerikaner die „Götter des Amphitheaters“ an – Superball! Aber für den grössten Teil der restlichen Welt, für 500 Millionen Musleme, findet das „Chag Hakorban“, das grosse Opferfest statt.

Das grosse Opferfest symbolisiert den Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka. In diesem Jahr waren zwei Millionen Pilger dieses muslimischen Festes in Saudi Arabien, gleichzeitig, als die Amerikaner den Superball gesehen haben. Saudische Beamte berichteten, dass am Sonntag die Pilger so dichtgedrängt waren, dass 250 (!) Leute zu Tode getrampelt und hunderte ernsthaft verletzt wurden, als sie das Wadi Mina hinauf marschierten.

Auf Grund dieses Festes erzwang Sheich Nassrallah von Hizbollah den Austausch Gefangener mit Israel, sodass seine Nachfolger diesen Gefangenenaustausch als ein muslemisch, religiöser Sieg feiern konnten.

Am gleichen Tag, an dem die Gefangen ausgetauscht wurden, geschah ein furchtbarer Selbstmordanschlag auf die Jerusalemer Buslinie Nr.19, nur zwei Wohngebäude vom Haus des Premierministers entfernt. Die Israelis schauten sich fragend und in Entsetzen die Fernsehbilder an, in denen Musleme durch die Strassen tanzten, während wir um unsere Toten trauerten und unsere Opfer begruben.

Das israelische Aussenministerium veröffentlichte diese einfache Aussage, die die Gefühle vieler hier ausdrückte:

„Israelis begannen ihren Morgen mit schockierenden Bildern toter Pendler – Opfer eines weiteren Selbstmordattentäter. Die Mauer gegen Terroristen hätte ein Massaker verhindern können. Die völlige Absurdität kann nicht übersehen werden.
Während Terroristen damit fortfahren Israelis zu ermorden, zwingt die pro-arabische Mehrheit der UNO Israel auf die Anklagebank des Internationalen Gerichtshofes wegen der Mauer. So verurteilen die Unterstützer des Terrors die Opfer des Terrors, nur um sich selbst zu schützen.
An einem Tag, an dem Israel hunderte von gefangenen Terroristen befreit, für die Freiheit eines entführten israelischen Zivilisten und die Leiber von drei vermissten Soldaten, forderte palästinensischer Terrorismus das Leben von zehn unschuldigen Opfern und vestümmelte Duzende mehr.“

Die weltweite Zunahme von Antisemitismus und Terroranschlägen im Zusammenhang mit dem Opferfest ist mehr als nur ein Zufall. Tatsache ist, dass die Wurzel des Problems genau dort gefunden wird.

Musleme glauben, dass Gott  am Opferfest Abraham bat seinen geliebten Sohn zu opfern, als Test des Glaubens. Sein geliebter Sohn war natürlich – Ismael und nicht Isaak; und wo war der Glaubenstest, auf Berg Moriah – dem Tempelberg in Jerusalem? Nein, gemäss Islam fand er am Ort der Kaaba statt in Mekka, an dem Ort, wohin die Musleme ihre Pilgerfahrt machen.

Das ist der messerscharfe Unterschied. Die Geschichte des Isaak der gebunden wird, wurde einfach verändert um die ethnischen Gefühle nicht zu verletzen. Wir sprechen von rassistischer Ehre, verletztem Stolz, religiösem Ärger. (Anmerkung: den geliebten Sohn, von Isaak zu Ismael zu tauschen, bedeutet auch in Anwendung, Yeshua (Jesus) als den Messias zu disqualifizieren, da Er von der Abstammung Isaaks ist und nicht Ismaels).

Die Frage ist, spielt die Wahrheit hier eine Rolle? Oder ist es nur eine Sache der Überlieferung. Können wir einfach die Geschichte „neuschreiben“ um unsere kulturellen Wünsche anzupassen? Wahrheit ist manchmal anstössig und jede ethnische Gruppe würde lieber ihre Religion und Kultur rechtfertigen, als sich mit der Wahrheit auseinanderzusetzen. (Bemerkung: Es ist heute populär, sowohl im liberalen Europa, als auch in islamisch dominierten Ländern, zum Beispiel, zu verleugnen, dass der Holocaust überhaupt passiert ist).

Die Wahrheit ist, dass die Prüfung Abrahams in Jerusalem geschah, nicht in Mekka, dass er symbolisch Isaak opferte, nicht Ismael. Und das Bild der Opferung Isaaks weist auf das Opfer Yeshuas hin. Und Er war jüdisch. (Bemerkung: Islam erkennt die Verbindung zwischen der Opferung von Abrahams gliebtem Sohn und der Opferung von Tieren als Versöhnung).

Die Tatsache, dass Jesus jüdisch war, scheint für alle drei Religionen: Christentum, Islam und Judaismus, eine anstössige Wahrheit zu sein. Aber es ist die Wahrheit. Intelektuelle Ehrlichkeit – die Bereitschaft sich zu verändern, wenn wir mit äusserlicher und moralischer Wahrheit konfrontiert werden – dies ist eine wesentliche geistliche Qualität. Wir haben alle eine Tendenz die Wahrheit anzupassen, zugunsten unserer persönlichen Vorzüge und Vorurteile.

Araber mögen es anstössig finden, dass der abrahamsche Bund durch Isaak führt, anstelle von Ismael, aber es ist die Wahrheit. Juden mögen die Geschichte der „Passion“ von Jesus in Mel Gibsons neuem Film anstössig finden, aber es ist die Wahrheit. Amerikaner mögen es anstössig finden, dass ihre Überbeschäftigung mit Video und Unterhaltung eine enorme Zeitverschwendung ist, aber es ist die Wahrheit.

Möge Gott uns Gnade schenken eine „Liebe für die Wahrheit“ (2.Tess. 2,10) und  moralischen Mut zu haben, willig zu sein, dass die Wahrheit unsere Leben verändert (Joh. 8,32).


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