logo
Revive Israel Ministerien

Echte Busse
© Asher Intrater, Juli 2002

Echte Busse ist etwas Seltenes. Die Menschen unterziehen sich allen möglichen religiösen und psychologischen Übungen um echte Busse umgehen zu können.
 
Jeschua (Jesus) sagte einmal zu einer Gruppe von religiösen Menschen: „Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und lehrte euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s saht, tatet ihr dennoch nicht Busse, so dass ihr ihm dann auch geglaubt hättet.“ (Matt 21, 31-32). Die Botschaft von Johannes handelte von Busse (Matth. 3,2).
 
Als Jeschua kam, sagte er zu den Menschen: „Kehret um und glaubt an das Evangelium“ - Mark. 1,15. Er  setzte nicht das Wort "Glauben" anstelle von „Busse“. Jeschua hat nicht etwas von Johannes Botschaft weggelassen, sondern etwas hinzugetan.
 
Busse tun heisst ganz einfach zuzugeben, was man falsch gemacht hat und den Vorsatz zu fassen, es fortan sein zu lassen. Es ist eine moralische Sinnesänderung, ein Willensakt. Es bedeutet, zu Gott umzukehren und sich zu entscheiden, ihm zu gehorchen statt weiter ungehorsam zu sein.

Einige der Entschuldigungen um nicht Busse tun zu müssen, sind die folgenden:
 
Christliche Theologie
Die Busse ist die Voraussetzung dafür, Vergebung für unsere Sünden zu empfangen. Das Kreuz führt uns zur Busse, damit wir Gnade empfangen können. Es enthebt uns nicht der Pflicht, Busse zu tun. Unser Glaube an Jeschua vertieft unsere innere Umkehr bis hin zu dem Punkt, wo wir uns selber sterben und neu geboren werden.
 
Ein Beweis dafür, dass Busse immer noch ein Teil des Evangeliums ist, findet sich in der Art und Weise, in welcher sie in den Schriften des Neuen Bundes (NT) angewandt wird. Jeschua lehrte ausführlich über Busse. Sogar noch nach Seiner Auferstehung hielt man ein Augenmerk darauf.
 
In der Apostelgeschichte riefen Petrus und Paulus die Menschen zur Busse auf,  z.B. in Apg 2,38Tut Busse und ein jeder lasse sich taufen auf den Namen Jesus Christus zur Vergebung der Sünden; und ihr werdet die Gabe des heiligen Geistes empfangen (siehe auch Apg 3,19; 5,31; 8,22; 11,18; 17,30; 20,21; 26,20).
 
In den Briefen werden wiedergeborene Gläubige aufgefordert, Busse zu tun, wenn sie gesündigt haben. So zum Beispiel in 1 Joh 1,9 – Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht und vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
 
Schliesslich sehen wir, dass Jesus Busse auch in seinen Sendschreiben an die ersten Gemeinden im Buch der Offenbarung betont hat. Fünf von sieben Gemeinden wurden aufgerufen, Busse zu tun (Siehe Offb 2,5; 2,16; 2,22; 3,3; 3,19).
 
 
Jüdische Tradition
Der gebräuchlichste Ausdruck im Hebräischen für Busse ist „hazor b'tshuvah“. Unglücklicherweise bedeutet das heute, der ultra-orthodoxen Tradition zu folgen. Wenn wir also in Israel mit jemandem über Busse reden wollen, verbindet dieser damit die Vorstellung schwarzer Kleidung und koscheren Essens, usw.
 
Das hält nicht nur die weltlichen Juden von der Busse ab, sondern die religiösen unter ihnen meinen, sie hätten bereits Busse getan. Die Tradition setzt somit moralisch neutrale Rituale (wie etwa Kerzen anzünden und Hände waschen) an die Stelle eines echten Sinneswandels.
 
Menschen aller Religionen neigen dazu, anzunehmen, sie seien gerecht, weil sie gewisse Rituale ausführen. Im Grunde benutzen sie diese religiösen Übungen aber als „Feigenblätter“ um ihren Mangel an echter Busse zu überdecken. Es überrascht mich oft, wie schwierig es für religiöse Menschen zu sein scheint zuzugeben, dass sie etwas falsch gemacht haben.
 
Humanistische Psychologie
Der Humanismus vertritt die Auffassung, dass es keinen persönlichen Gott gibt und keine verbindliche, moralisch-ethische Norm. Deshalb ist es nicht nötig, Busse zu tun. Schuld wird nicht als Erkennungszeichen von Sünde angesehen, sondern nur als ein archaisch-psychologisches Hindernis, das ignoriert werden muss.
 
Alle sind okay. Niemand kann sagen, etwas sei falsch! Man steht „über“ der Moral. Ein Terrorist, der vorsätzlich unschuldige Zivilisten in den Tod reisst, wird gleich bewertet wie ein Polizist, der einen Terroristen erschiesst. Selbst die schlimmsten Arten von sexueller Perversion werden nicht Sünde genannt, sondern vielmehr „alternative Lebensformen“.
 
Wir werden nicht dazu angehalten, zu tun was recht ist, sondern was sich „gut anfühlt“. Das alles ist ein ungeheuerlicher Vorwand, eine Illusion, welche die Leute glauben machen will, sie bräuchten nicht Busse zu tun.
 
 
Schulabschiebung
Schuldabschiebung kann auf zwei verschiedene Arten geschehen: Durch Leugnen und/oder durch die Beschuldigung anderer. Dies taten auch Adam und Eva im Paradies. Adam schob die Schuld auf Eva und diese klagte die Schlange an. Sogar Kain, als er Abel getötet hatte, stellte die Autorität Gottes, ihn darob zur Rechenschaft zu ziehen, in Frage; „Bin ich denn der Hüter meines Bruders?“

Wir beschuldigen oft andere, um unsere eigene Sünde zu kaschieren. Wenn wir falsch gehandelt haben, können wir uns gut hinstellen, wenn wir andere um uns herum „schlecht“ aussehen lassen. Indem wir alle anderen beschuldigen oder kritisieren, kommen wir im Vergleich dazu besser weg.
 
Ich habe mir oft überlegt, was wohl damals im Paradies geschehen wäre, wenn Adam und Eva sich einfach hingekniet, ihre Sünde bekannt und Gott um Vergebung gebeten hätten! Stattdessen aber erfanden sie Entschuldigungen, rechtfertigten sich und gaben die schoben die Schuld auf den anderen ab. Auch wir tun das leider oft. Wie schwer fällt es doch oftmals zu sagen: „Ich war im Fehler.“


Zurück

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.