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Was ist Terrorismus?
© Asher Intrater, Dezember 2001

Betrachtet man die Anklagen, dass Israels Siedlungen in der Westbank als terroristische Akte gelten sollten, oder dass Ariel Sharon ein Terrorist sei, so wäre es doch von Vorteil, wenn wir einmal kurz definieren würden, was denn Terrorismus genau ist.

Terrorismus: Gewaltakte, die sich bewusst gegen unschuldige Zivilisten wenden, um durch die Verbreitung von Furcht und Schrecken Macht oder Einfluss zu gewinnen.

Dem Terrorismus geht häufig eine Indoktrination mit dem Ziel die Menschen, die angegriffen werden sollen, zu „dämonisieren“ und die Taten jener, die den Angriff vornehmen, zu rechtfertigen voraus. Diese wird meist von Gruppen ohne legale Autorität ausgeübt.

  1. Bewusst gewählte Zielgruppe
    In Israel kamen im letzten Jahr mehr Menschen durch Unfälle ums Leben, als durch terroristische Akte. Unfälle sind aber nicht bewusst geplant und zeigen daher nicht eine bösartige Herzenshaltung der schuldigen Person. Ja, wir trauern nach Verkehrsunfällen, doch es gibt keine innerliche Abscheu über die Bösartigkeit, die sich in der Tat widerspiegelt. Es ist der Grad an Hass hinter dem Terrorismus, der ihn so schrecklich macht.

    Im letzten Jahr wurden fünf Palästinensische Kinder getötet, weil sie einen noch nicht detonierten Israelischen Sprengsatz als Fussball benutzen. Unmittelbar nach diesem schrecklichen Zwischenfall entschuldigte sich die Israelische Regierung. Untersuchungen werden vermutlich zeigen, dass die Armee nachlässig war, weil sie einen Sprengsatz so nahe bei einem Schulgelände liegen liessen. Aber keiner, der die Israelische Haltung kennt, könnte behaupten, dass diese Kinder absichtlich zu Opfern gemacht wurden.
  2. Unschuldige Zivilisten
    In den Attacken der US-Armee gegen die Al Kaida werden leider viele Zivilisten getötet werden. Die Amerikanischen Streitkräfte werden vorsichtig handeln müssen, um die Zahl von Verletzten unter unschuldigen Zivilisten so tief wie möglich zu halten. Ein Grundsatz der Israelischen Armee ist „tohar haneshek“, was soviel heisst wie „Reinheit der Waffen“. Die Idee ist nicht die Reinigung des Schussrohres, sondern die Sicherstellung, dass Armeewaffen niemals gegen unschuldige Zivilisten benutzt werden.

    Die Schiesserei und Ermordung von unschuldigen Arabischen Muslimen in der Moschee von Hebron durch Baruch Goldstein würde daher sicherlich als terroristischer Akt angesehen. Die Verfolgung und Tötung von Anführern der Hamas oder anderer Djihad Gruppen, die selbst des Mordes schuldig sind, durch die Israelische Regierung könnte hingegen nicht als Terrorismus bezeichnet werden. Nicht mehr als die Ergreifung und Tötung Bin Ladens durch Amerikanische oder Britische Kräfte.
  3. Um Macht oder Einfluss zu gewinnen
    Terrorismus hat normalerweise ein politisches oder religiöses Ziel. Bin Laden möchte die westliche Gesellschaft zerstören. Hamas und Hisbollah streben nach der Zerstörung des Zionismus. Ein eifersüchtiger Ehemann, der den angenommenen Liebhaber seiner Frau umbringt, ist des Mordes schuldig, doch das ist nicht ein terroristischer Akt, denn es wurde keiner religiösen Haltung oder politischen Kraft zum Durchbruch verholfen. Ein Ehemann, der seine Frau schlägt um die Kontroller über sie zu behalten, kann wohl mit einem Terroristen verglichen werden, doch seine Tat ist technisch gesehen nicht vergleichbar.

    Die Flugzeugentführungen in den 70er und 80er Jahren waren darauf ausgerichtet politischen Druck auf gewisse Nationen auszuüben. Terror wird ausgeübt von Tyrannen, so wie Idi Amin oder Saddam Hussein, weil sie ihre politische Kontrolle über das Land stärken wollen. Die vielen Beispiele von Islamischem Terror und die wenigen Zwischenfälle von Orthodoxem Jüdischem Terror sind alle offensichtlich religiös motiviert.
  4. Masseneinschüchterung
    Terrorismus ist eine Art des psychologischen Kampfes. Das Ziel von terroristischen Angriffen sind weniger die Opfer selbst, sondern die Menschen, die davon hören werden im Nachhinein. Deshalb wird dem Terrorismus durch die heutigen Massenmedien sehr geholfen.

    Die Macht des Terrorismus liegt in seiner Fähigkeit Furcht in einer grossen Zahl von Menschen säen zu können. Er erreicht sein Ziel, indem er Furcht und Schrecken verbreitet durch Massenpsychologie. Deshalb werden terroristische Angriffe heute häufig von Video- oder Audiobotschaften mit übertriebenen Androhungen begleitet. Diese Androhungen liegen vielleicht gar nicht im Bereich des Möglichen für die Gruppe, doch die einschüchternden Worte sind selbst Teil des Terrorismus.
  5. Illegale Autorität
    Terroristische Gruppierungen nehmen ihren Anfang üblicherweise ohne legale oder gewählte Autoritätsbasis. Der Terrorismus dient dazu auf illegale Art Macht und Einfluss zu gewinnen. Nach einer Terrorherrschaft können solche Gruppen häufig die Kontrolle über die Regierungsinstitutionen gewinnen. Hitler hat mit Terrorismus angefangen und wurde schliesslich gewählt. Dasselbe gilt für einige kommunistische Regierungen. Arafat begann als Terrorist ohne Regierungsautorität, aber wurde dann als Palästinensischer Führer gewählt.

    Das Problem mit illegalen Gruppierungen ist die Verantwortung. Wen bestraft man? Wen greift man an? Wenn eine offizielle Regierung eine Abscheulichkeit gegen ein anders Land ausübt, kann dies als ein Kriegsakt angesehen werden. Die Syrische Regierung aber, obwohl sie die Hisbollah unterstützt, hält daran fest, dass sie für deren Akte nicht verantwortlich ist. Die Palästinensische Regierung beharrt darauf, dass sie nicht verantwortlich ist für die Akte der Hamas und des Djihad.

    Wenn dann eine Regierung direkt ihre Macht durch terroristische Akte gegen ihr eigenes Volk hält, dann sollten wir diese Regierung als illegal und der Zerstörung würdig betrachten.
  6. Indoktrination
    Da Menschen ein gottgegebenes moralisches Gewissen haben, sind terroristische Akte in den Augen einer normalen Person abscheulich. Deshalb muss eine Gehirnwäsche stattfinden um den Boden vorzubereiten, damit ein Terrorist seinen moralischen Instinkt ins Gegenteil umkehrt. Timothy McVeigh (Bombenleger von Oklahoma City) wurde von extremem Freidenkertum indoktriniert. Die Deutschen wurden überzeugt, dass die Arier allen anderen überlegen, und dass die Juden eine dämonische Rasse wären. Stalin konnte die Macht ergreifen durch Terrorismus mit Marxistischer Propaganda. Yigal Amir, der Yitzhak Rabin ermordete, erhielt eine Gehirnwäsche von ultra-orthodoxen rabbinischen Lehren und von extrem rechter Politik. Heute wurden Millionen von Muslimen indoktriniert, dass die Juden böse sind, dass Palästina das heilige Land des Islam ist, dass Amerika und Israel Manifestationen des Satans sind.

    Politische Propaganda oder religiöse Indoktrination sind ein Teil des terroristischen Prozesses. Diese Gehirnwäsche schafft ein „dämonisiertes“ Bild von den Menschen, die potentielle Opfer sind, und ein Heldenbild des Terroristen selbst. So rechtfertig er seine Morde und verherrlicht sich selbst in den Augen seiner Freunde. Hamas und Djihad sammeln Geld um die Familien von Selbstmordattentätern zu unterstützen, damit der Terrorist das Gefühl hat, er übe einen heroischen Akt aus, der seiner mittellosen Familie hilft.

Jesaja 5,20
Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heissen.


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