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Der dritte Faktor
© Juli 2000 Asher Intrater

Die Anstrengungen der Friedensverhandlungen sind zu Ende gegangen, ohne Ergebnisse. Präsident Clinton und Premierminister Barak sind beide sehr enttäuscht. Es ist möglich, dass es in diesem Moment einfach keine politische Lösung gibt. Die Bibel sagt, dass Jerusalem ein Stolperstein sein wird für alle Nationen.

Sacharja 12, 2-3
Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten allen Völkern, die umher sind… Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein allen Völkern.

Der Ort, wo die Friedensverhandlungen versagten, war Jerusalem.

Der Punkt der grössten Auseinandersetzung waren, und sind, die 200’000 muslimischen Araber, die in Ost-Jerusalem leben. Auf der einen Seite wollen die Juden Jerusalem nicht wieder geteilt sehen. Auf der anderen Seite ist die Stadt bereits geteilt. Ich glaube, dass es viel mehr Gebete hätte geben können während diesen Friedensverhandlungen. Dies ist von grösster Wichtigkeit. Es scheint einen unvereinbaren Konflikt zwischen den zwei Faktoren – der jüdischen und der arabischen Seite – zu geben. Wir als Gläubig müssen aber einen neuen Faktor sehen. Auf der politischen Ebene sind die Palästinenser besorgt um die Zivilrechte ihres Volkes. Es ist wahr, dass ungefähr 800'000 Palästinenser ohne Bürgerrechte und richtige Regierung leben. Die Juden sind hauptsächlich besorgt um ihre Sicherheit. Mit einem autonomen palästinensischen Staat, dessen Boden quer durch das Herz Israels mitten nach Ost-Jerusalem hinein verläuft, gibt es fast keine Möglichkeit Sicherheit zu garantieren. Beide diese Faktoren sind richtig und es scheint keine Möglichkeit zu geben sie zu lösen.

Für uns als Gläubige spielt aber auch noch der Faktor der religiösen Freiheit eine Rolle – vor allem der Freiheit das Evangelium offen zu predigen. Sowohl in einer jüdisch-religiösen, als auch in einer islamischen Gesellschaft, ist diese Freiheit sehr beschränkt. Aus der religiösen Sicht gibt es ebenfalls zwei sich entgegenstehende Faktoren für die meisten Juden und Muslime. Für die Muslime ist Jerusalem die drittheiligste Stadt und für die Juden, natürlicherweise, ist es der heiligste Ort überhaupt. Wegen ihrer religiösen und emotionalen Verpflichtungen haben beide Seiten das Gefühl, sie könnten keine Kompromisse eingehen. Sie wären vielleicht bereit zu Kompromissen in politischen Belangen, aber nicht in religiösen Überzeugungen.

Auch hier gibt es einen dritten Faktor. Jerusalem ist der Ort, wo Yeshua gekreuzigt wurde, wo er auferstand und wohin er bald zurückkehren wird. Deshalb hat Jerusalem als Ort eine Bedeutung für den Glauben jedes Christen. Wie können wir Gottes Willen für die Stadt Jerusalem erkennen? Ich sehe Jerusalem als Stadt Yeshuas. Er ist der König und Jerusalem ist Seine Hauptstadt. Ein Teil der Auseinandersetzungen über Jerusalem kommt von Yeshua selbst. Er ist sowohl der König der Juden, als auch der internationale Sohn Gottes. Deshalb hat Jerusalem sowohl eine jüdische, als auch eine internationale Seite. Diese zwei Seiten scheinen sich entgegenzustehen. Aber in der Person Yeshuas ist dieses Paradox aufgehoben. Die jüdische Lösung war es, die vollen Rechte für Jerusalem zu verlangen. Die arabische Lösung ist eine Unterteilung der Stadt. Gemäss der Bibel, sehe ich, dass Jerusalem in jüdischer Hand bleiben musste, aber es musste auch geöffnet werden, damit es ein internationales geistliches, religiöses und politisches Zentrum wird.

Diese Vereinigung der zwei Rollen, jüdisch und international, kann nicht einfach zwischen Juden und Arabern erledigt werden. Ein christlicher Einfluss ist nötig. Ob wir es mögen oder nicht, der Präsident der USA hat die Rolle des Vertreters der christlichen Welt inne. Ich spreche nicht von seinem persönlichen Glauben, sondern viel mehr von seiner Stellung und seiner Autorität. Ob dieser Präsident Clinton, Bush oder Gore heisst, wir müssen intensiver beten, dass er in Weisheit und Gerechtigkeit spricht.

1. Timotheus 2, 1-4:
„So ermahne ich euch nun, dass man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und alle Obrigkeit, auf dass wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Wir sollen für alle Leiter beten. Das beinhaltet Clinton, Arafat und Barak. Der Grund für die politischen Führer zu beten, ist eine friedvolle und gerechte Gesellschaft. Der Zweck einer gerechten Gesellschaft ist die Erleichterung der Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen. Die ganze Sache im Mittleren Osten hat nicht nur mit der israelischen Sicherheit oder dem (im Bund Gottes enthaltenen) Versprechen des Landes oder den Zivilrechten der Palästinenser zu tun. Es ist auch eine Angelegenheit des Königreichs Gottes und der Förderung der Verkündigung des Evangeliums.


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