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Stufen im Leben des Stephanus
© August 2000 Asher Intrater

Stephanus war ein wahrer Glaubensheld und natürlich der erste Mann, von dem berichtet wird, dass er sein leibliches Leben für das Evangelium hingab. Sein Leben kann als lebendiges Opfer gesehen werden, das in einem totalen Opfer für den Herrn zu seinem Höhepunkt kam. Es gab mehrere Stufen bis zu diesem lebendigen Opfer.

Der Charakter Yeshuas (Jesu)
Ich sehe die erste Stufe seines Lebens darin, den Charakter Yeshuas zu entwickeln. Er wird als Mann der Weisheit beschrieben (Apg. 6, 3 und 10), als Mann voll des Heiligen Geistes (Verse 3, 5 und 10), als Mann mit gutem Ruf (Vers 3) und als Mann des Glaubens (Verse 5 und 8). Zusätzlich wird er von den Aposteln ernannt zu einem Verantwortlichen für die Verteilung von Finanzen und Nahrung, einer der entscheidet, wer in der frühen Gemeinde der Hilfe bedarf. Dies zeugt von einem dienenden Herzen, administrativer Begabung und Verantwortungssinn. Aus Kapitel sechs wird ersichtlich, dass er ein gewissenhafter und hart arbeitender Mann war.

Vollmächtiger Dienst
Während er in seinen “Dekans-“ Aufgaben diente, begann er auch das Evangelium zu verkündigen – und dies mit nachfolgenden Zeichen. Sein Glaube an Wunder wird folgendermassen beschrieben: "Stephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, tat Wunder und grosse Zeichen unter dem Volk. (Apg 6, 8)" Die erste Stufe erinnert mich an die Entwicklung Yeshuas als Kind, der wächst in Gnade und Weisheit und Gunst bei den Menschen (Lukas 2, 40 und 52). Die zweite Stufe erinnert mich an den Predigt- und Wunderdienst, den Yeshua mit dreissig Jahren anfing.

Moralische Konfrontation
Stephanus Lehre war nicht nur weise und erbauend, sie enthielt auch eine starke, wenn nicht sogar leidenschaftliche moralische Herausforderung. Diese moralische Herausforderung machte ihn beliebt beim Volk und brachte die Gegenwart der Furcht Gottes, die Zeichen und Wunder bewirkte (Apg. 5, 11-12). Sie machte aber auch die religiösen Führer eifersüchtig, wütend und beleidigt. Dieser religiöse Mob begann eine gewisse Verfolgung von Stephanus, zuerst in Form von verbalen „Streitereien“ (Apg. 6, 9), dann in einer knallharten Konfrontation mit den Priestern und Gelehrten. Seine gewagte Äusserung: “Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist... Und sie [eure Väter] haben getötet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid. (Apg. 7, 51-52)." (Sehr interessant, dass er die höchsten jüdischen Rabbis „unbeschnitten“ nennt!?) Diese Konfrontation war nötig für die vollmächtige Verkündigung des Evangeliums, doch sie machte die religiösen Führer so wütend, dass sie bereit waren, ihn umzubringen. Er versuchte, ihre Herzen zu beschneiden. Ihre “Herzen waren durchbohrt” (Vers 54), aber nur durch Zorn.

Die totale Hingabe
Als sie mit Steinen auf ihn losgingen um ihn zu töten, wehrte er sich nicht. Er gab sein Leben als lebendiges Opfer. Er sah zum Himmel auf und sah die Herrlichkeit Gottes. Er “spielte für nur Einen Zuschauer“. Sie sahen ihn an, aber er sah Gott an. Sein grösstes Interesse war es, Gott die Ehre zu geben, nicht sein eigenes Leben zu bewahren. Seine totale Hingabe kam in dem Satz “Herr Jesus, empfange meinen Geist.” zu ihrem Höhepunkt. Das ist die ultimative Hingabe – unseren Geist für Gott aufgeben. Darin sprach er ähnliche Worte wie Yeshua am Kreuz, der Psalm 31 zitierte, als er seinen Geist Gott hingab. Stephanus erreichte die letzte Stufe, indem er Yeshua und Seinem Tod am Kreuz gleich wurde.

Vergebung und Errettung
Stephanus gab Gott nicht nur seinen Geist, er hatte auch noch das unglaubliche Privileg die Worte Yeshuas am Kreuz zu wiederholen. Er sprach Worte der Vergebung, die nicht nur auf Yeshuas Opfer, sondern auch auf seinem eigenen beruhten. „Herr, vergib ihnen diese Sünde (Apg. 7, 59)”. Während die Menschen noch gegen ihn sündigten und ihn umbrachten, sprach er Vergebung aus über ihnen, so öffnete er die Tür für ihre Errettung. Wahrscheinlich empfing ein Grossteil unter ihnen diese Errettung nicht, doch zumindest einer tat es – Saulus, der zum Apostel Paulus wurde. Zweifellos spielte das Bild von Stephanus nicht nur eine grosse Rolle in Saulus Errettung, sondern auch in seiner unermüdlichen Motivation, das Evangelium in der ganzen bekannten Welt zu predigen.

Yeshua gleich werden
Diese Stufen in Stephanus Leben erinnern mich an die vier Stufen, die in Philipper 3, 10 erwähnt werden: “um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.“ Stephanus kannte Yeshua in Seinem göttlichen Wesen. Er kannte die Kraft Seiner Auferstehung, als er Zeichen und Wunder vollbrachte im Volk. Er teilte die Gemeinschaft Seiner Leiden während der Verfolgung für Seine moralische Entblössung der Sünde. Schlussendlich wurde er Yeshuas Tod am Kreuz gleich gestaltet, als er sein Leben als lebendiges Opfer hingab, die Ehre nur dem Einen zuteil werden liess und jenen vergab, die gegen ihn gesündigt hatten. Möge Gott uns die Gnade geben, dasselbe zu tun!


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