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Sollten Christen das Laubhüttenfest feiern?
© 1996 Asher Intrater

Während dem einwöchigen Laubhüttenfest, war es üblich unter den alten Israeliten, dass sie 70 junge Stiere opferten (4. Mose 29). Diese 70 jungen Stiere repräsentieren die 70 national-ethischen Gruppierungen und Rassen bei den Heiden. Das Opfern der Stiere steht symbolisch für einen Akt der Fürbitte der levitischen Priester im Namen der Nationen der Welt.

Da ein geopfertes Tier stellvertretend für die spätere Sühne Jesu, des Messias, steht, kann man sagen, dass das Laubhüttenfest eigentlich das symbolische Versprechen enthält, dass alle Nationen der Welt einst in den Erlösungsplan Gottes mit eingeschlossen und in den Glauben an den Gott Israel eingepfropft würden.

Die Zahl zwölf steht häufig als Symbol für die Stämme des Volkes Israel, während die Nummer siebzig meist ein Symbol für die Heidennationen ist. Jesus wählte sich zwölf Jünger aus, die die Stämme Israels repräsentieren. Danach wählte er noch siebzig weitere Jünger, die die Heidennationen darstellen, damit die gute Nachricht noch weiter hinaus in die Welt getragen wird. Es gab zwölf Söhne Jakobs, ihnen jedoch folgten in der Generation von Jakobs Grosskindern siebzig Kinder. Hier finden wir wiederum die verschleierte Prophezeiung, dass der Glaube an den Gott Abrahams eines Tages von den zwölf Stämmen Israels hinaus zu den siebzig Heidennationen getragen werden würde.

Gott liebt die Menschen aller Rassen und ethnischen Gruppierungen genau gleich. Es war nie die Idee, dass der Glaube des antiken Israels ausschliesslich unter den Juden bleibe. Es gab aber zwar eine gewisse Ausschliesslichkeit für den Bund Abrahams, Isaaks und Jakobs, damit die Integrität und geschichtliche Dokumentation des Stammbaumes des Messias gewährleistet werden konnte. Trotzdem war es Heiden immer möglich sich dem Glauben des Volkes Israels anzuschliessen. Jitro, Ruth, Rahab, die gemischte Menge von Ägyptern, die Menschen von Ninive, die unter Jona Busse taten, König Kyrus und Naaman, der aramäische Feldhauptmann sind alles Beispiele für Gottes Absicht am Ende alle Heiden in den Glauben des Volkes Israel einzuschliessen.

Die Kirche, als weltweiter Leib Christi, ist die Vereinigung von Menschen aller verschiedenen Wurzeln im Glauben und unter der Herrschaft Jesu. Von jeder Nation gibt es einen Überrest wiedergeborener Gläubiger, der Teil dieses weltweiten Leibes ist. Es gibt einen Überrest von Amerikanern, die zur Kirche gehören; es gibt einen Überrest Juden, die zur Kirche gehören; und es gibt einen Überrest von jeder Nation rund um den Globus.

Einer der Beweise, dass Jesus der Messias ist, ist der, dass Menschen von jeder Kultur und von jeder Herkunft zum Glauben an ihn gekommen sind. Er ist dazu bestimmt ein Licht für die Heiden zu sein und er ist dazu vorgesehen Heil zu den Heiden zu bringen (Jesaja 42 und 49). Etwas vom Schönsten und Herrlichsten am Leib Christi der Endzeit ist die Liebe und Versöhnung, die man unter den Gläubigen aus allen Völkern finden kann.

Ich glaube auch, dass dies der Grund ist dafür, dass Gott den Regenbogen als Symbol seines Bundes mit Noah wählte. Der Bund mit Noah war das Versprechen eines weltweiten Planes zur Erlösung. Im Spektrum des Regenbogens kann man jede Farbe finden, zusammengefügt zu einem Ausdruck von überwältigender Schönheit. Jede Farbe des Regenbogens behält ihre ganz eigene Schattierung und doch sind sie zusammengefügt zu einer perfekten Einheit. Wenn nicht jede Farbe ihre Eigenheit behalten würde, so verlöre der Regenbogen seine Schönheit.

Ebenso ist es mit dem Leib Christi: Weder Verschiedenartigkeit noch Einheit alleine können das richtige Abbild von Gottes Herrlichkeit darstellen. Viel mehr brauchen wir Respekt und Wertschätzung für die Einzigartigkeit des anderen, was zu Versöhnung führt und uns schlussendlich zu einer echten Einheit verhilft.

Sowohl die siebzig jungen Stiere des Laubhüttenfestes, wie auch das Symbol von Noahs Regenbogen sind Abbild einer Hoffnung der Einheit und der Allgemeingültigkeit der Herrlichkeit des Leibes. Die Spaltung zwischen Rassen ist mehr als nur ein soziales Problem. Es gibt einen dämonischen Hintergrund dabei. Die Folge davon ist, dass jede ethnische Gruppierung sich vom Leib Christi entfremdet fühlt. Wenn schwarzhäutige Menschen den christlichen Glauben als die Religion der Weissen betrachten, so werden sie empfänglich für die Verführungen des militanten Islams.

Die Auffassung unter jüdischen Menschen, dass sie nicht länger Juden seien, wenn sie an Jesus glauben, stellt für sie schon seit langem ein dämonisches Hindernis dar zum Glauben an ihren eigenen Messias zu kommen.

Der Grund für die Sünde war das Versagen der Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Aber die direkte Folge der Sünde war der Zerfall der Beziehungen zwischen Menschen auf der horizontalen Ebene. Während Adam wohl von seiner ursprünglichen, herrlichen Beziehung mit Gott getrennt wurde, geschah es in der ersten nachfolgenden Generation, dass Adams Sohn Kain seinen eigenen Bruder Abel umbrachte. Der Leib Christi sollte daher zuallererst der Ort sein, wo die Menschheit durch den Glauben an Jesus, den Messias, mit Gott versöhnt wird, doch dann auch, als direkte Konsequenz eben diesen Glaubens, sollte der Leib auch ein Ort der Versöhnung zwischen Menschen sein.

Juden und Araber im Nahen Osten fechten unter sich immer noch den Streit zwischen Isaak und Ismael, zwischen Jakob und Esau aus. Ich glaube, dass es in der Endzeitgemeinde ein Modell der Versöhnung zwischen Juden und Arabern geben wird, wenn wiedergeborene Juden und wiedergeborene Araber einander zu lieben beginnen unter der Herrschaft Jesu Christi, dem Messias. Diese Einheit zwischen wiedergeborenen Juden und wiedergeborenen Arabern wird ein wichtiges Zeichen der Kraft des Königreichs Gottes in unserer Zeit sein.

Die Gemeinde soll der Ort sein, wo der Zaun zwischen Juden und Heiden abgebrochen wird (Epheser 2, 14). Die Heiden werden sich als eingepfropft in den edlen Ölbaum Israels wissen (Römer 11). Die Kirche steht nicht an der Stelle Israels, doch Christen auf der ganzen Welt werden Teil der Gemeinschaft des geistlichen Israels (Epheser 2, 12).

Die siebzig jungen Stiere des Laubhüttenfestes symbolisieren sowohl die Einheit des Leibes Christi in der Endzeit, als auch die Identifizierung der Gemeinde Christi mit der Nation Israel. In dieser Zeit wird Gott Parallelen in der Gemeinde und in Israel offenbaren.

Zum Schluss wird es eine grosse Erweckung geben in Israel, wobei praktisch die ganze Nation zum Glauben an Jesus kommen wird (Römer 11, 26). Die Gemeinde wird ebenfalls eine vollkommene Wiederherstellung erleben, damit sie wirklich Teil der Gemeinschaft Israels wird. Schliesslich werden die Gemeinde und Israel vereint werden. Da das Laubhüttenfest diese Prophezeiung der endzeitlichen Einheit zwischen Juden und Heiden im Leib Christi enthält, ist es durchaus angebracht, dass bibelgläubige Christen jeder Nation dieses Fest als geistlichen Ausdruck für ihren Glauben feiern, dass die Einheit und Wiederherstellung kurz bevorstehen.


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