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Apostolische Strategie
© Juli 2000 Asher Intrater

Ich wurde gebeten mehr über „Apostolische Strategie“ zu schreiben. Für mich heisst das einfach mit einem prüfenden Auge die Vorkommnisse in der Apostelgeschichte zu durchleuchten und die geistlichen Lektionen zu finden, die uns lehren, wie wir im Königreich Gottes dienen können.

Kürzlich dachte ich daran als ich Petrus Predigt in der zweiten Hälfte des zweiten Kapitels der Apostelgeschichte las. Wir sehen hier mehrere einfache Elemente seiner Predigt und die Reaktion der Zuhörer, die Teil der Erweckung dieser Zeit war.

1. Charismatische / Übernatürliche Erfahrungen
Der erste Teil von Petrus Predigt (Verse 14-21) stellt eine Erklärung dar. Sie war gedacht dazu, den Noch-nicht-Gläubigen zu erklären, was sie hier sahen und hörten, während der Geist auf die neuen Gläubigen kam. Es gab Zungenrede und Auslegung, Lobpreis und den äusseren Eindruck, dass diese Menschen betrunken wären.

Petrus erklärte zuerst, dass diese Menschen keineswegs verrückt oder betrunken seien; dass dies tatsächlich alles etwas Geistliches war und von Gott kam. Er hatte dafür eine interessante theologische Erklärung. Er behauptete, dass dies die Fortsetzung dessen war, was sie von den Propheten der Vorväter, während der Zeit des alten Testaments in Israel, gehört hatten. Denkt mal darüber nach. Er behauptet hier mal einfach, dass die Gabe des Geistes unter den Gläubigen in Jesus und quer durch den ganzen Leib eine Ausweitung der prophetischen Manifestationen im alten Israel sei.

Seine zweite theologische Erklärung war, dass das, was sie gerade erlebten, der Beginn der Erfüllung von Joels Prophetien über die Ausgiessung des heiligen Geistes in den letzten Tagen sei. So stellte er noch einmal eine Verbindung her zwischen den modernen charismatischen Ereignissen und den Propheten im alten Israel.

2. Der Tod und die Auferstehung Jesu
Nachdem er die befremdlichen Ereignisse, mit denen sich diese Noch-nicht-Gläubigen konfrontiert sahen, erklärt hatte, begann Petrus ihnen die einfache Geschichte von Leben, Tod, Grablegung, Auferstehung und Himmelfahrt Yeshuas zu erzählen (Verse 22-35). Dies können wir nicht genug betonen. Wenn wir Erweckung wollen, müssen wir das Hauptmerkmal unserer Botschaften auf Jesus selbst legen. Wir müssen immer wieder die Versuchung bekämpfen, in andere theologische Auslegungen und Interpretationen zu fallen. Alles, was sich um Reinheit, Glauben  und Jüngerschaft dreht, kann gelehrt werden, doch muss es immer mit der grundlegenden Botschaft über Jesus im Zentrum geschehen.

Es ist spannend zu sehen, dass Petrus eine spezielle Betonung in dieser ersten, ursprünglichen Verkündigung des Evangeliums auf die Tatsache legt, dass Yeshua in der Hölle war zwischen der Kreuzigung und der Auferstehung (Vers 24).

Ebenfalls ist es spannend Petrus Auslegung der Bibel zu betrachten. Er zitiert die Psalmen. Er zitiert Psalm 16 um den Tod, den Abstieg in die Hölle und die Auferstehung Yeshuas zu erklären. Er zitiert Psalm 110 um die Himmelfahrt Yeshuas zu erklären.

3. Konfrontation der Sünde
Petrus bringt seine Botschaft mit einem Messerstich in die Herzen der Zuhörer zu Ende. Er nennt sie persönlich verantwortlich für die Kreuzigung des lange erwarteten göttlichen Messias (Vers 36-37).

Natürlich trifft dies auf alle von uns zu, nicht nur auf jene Juden und Römer, die an der Kreuzigung Jesu körperlich anwesend waren. Es braucht in jeder unserer Botschaften heute etwas, das die Speerspitze direkt auf unsere Herzen richtet damit wir moralisch überführt werden und Veränderung geschieht. Unsere Botschaften sollen niemals nur theoretisch sein. Jede von ihnen muss mindestens in einer Aussage klar genug sein, einen echten Wandel im Leben und in den Herzen der Zuhörer herauszufordern.

Petrus Zuhörer waren sich bewusst, dass eine persönliche Veränderung von ihnen erwartet wurde. Ihr Gebet für Errettung waren folgende Worte: „Was sollen wir tun?“ (Vers 37)

4. Die drei Antworten
Sie sind ein weiteres Schlüsselelement. Petrus rief seine Zuhörer dazu auf, auf drei verschiedene Arten zu reagieren (Vers 38). Diese drei Reaktionen sind die korrekte Antwort auf die Überführung durch das Evangelium. Diese drei Reaktionen sind das Ziel unserer Botschaften. Diese drei Reaktionen sind das Zentrum der Errettung.

Die erste Reaktion ist Busse zu tun. Wir müssen, aus unserem freien Willen, unsere Taten und Haltungen verändern, sofern wir menschlich gesehen dazu in der Lage sind.

Die zweite Reaktion ist ein völliges Eintauchen in Yeshua den Herrn. Petrus drückte dies aus durch seinen Aufruf zur Taufe. Natürlich glaube ich, dass es notwendig ist, dass ein Mensch sich in Wasser tauchen („taufen“) lässt. Doch hier will ich auf eine persönliche Hingabe des Herzens und der Person an Yeshua hinaus. Wir sind dazu aufgerufen ganz in Yeshua einzutauchen und von ihm ganz gesättigt zu werden.

Dieses persönliche Eintauchen in Yeshua beinhaltet ihn als Herrn, als unsere Autorität anzuerkennen und darum uns ihm hinzugeben und ihm zu gehorchen. Es beinhaltet eine Loyalität und Liebe zu Yeshua in einer persönlichen Beziehung zu ihm. Es beinhaltet eine totale Identifikation mit seinem Tod uns seiner Auferstehung. Es beinhaltet uns anzupassen an Yeshuas Charakter und Persönlichkeit. Und es beinhaltet auch unsere Gewissen reinigen zu lassen von Schuld durch eine Offenbarung der Kraft des Blutes Jesu.

Die dritte Reaktion schliesslich war es, mit dem heiligen Geist erfüllt zu werden. Gott möchte uns nicht nur unsere vergangenen Sünden vergeben, er gibt uns auch die Möglichkeit den Schaden dieser Sünden zu beheben. Der heilige Geist heilt uns und stellt uns wieder her. Ausserdem besteht unser Sieg über die Sünde nicht nur in Vergebung, sondern auch in der Kraft, nicht mehr zu sündigen. Diese Kraft kommt von Geist der Heiligkeit, der in uns lebt.

5. Eine Gemeinschaft, die teilt
Das Ergebnis von Petrus Botschaft war, dass Menschen gerettet und getauft wurden (Verse 41-47). Wenn sie gerettet und getauft waren, wurden sie sofort in die Gemeinschaft der Gläubigen eingegliedert. Diese Gemeinschaft der Gläubigen verbrachte viel Zeit miteinander, sie hatten sich einander total verpflichtet und teilten auch materielle Güter.

Der Anschluss an diese Gemeinschaft stellt die Vollendung der Errettung dar.

Es gab viele Aktivitäten in dieser Gemeinschaft der Gläubigen, zum Beispiel tägliche Lehre, Gemeinschaft, Abendmahl, Gebet, Gottesfurcht, Wundertaten, Zeichen und Wunder, das Teilen von Besitz und Geld, Treffen im Tempel und in den Häusern, gemeinsame Mahlzeiten, Freude unter den Gläubigen, Grosszügigkeit den Armen gegenüber, anhaltende Anbetung, Gunst bei denen die um sie herum waren, kontinuierliches Wachstum.

Hallelujah! Möge uns Gott dasselbe gewähren.


Zurck

Bitte BETET für unseren Dienst in Israel. Für unsere Evangelisation unter Israelis, die Gründung messianischer Gemeinden, unsere Jüngerschaftsschule, die prophetische Anbetung und Gebetswachen auf Hebräisch und die finanzielle Unterstützung der Bedürftigen.