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Lukas 10
oder "Wie der Dienst der Liebe im Weg stehen kann"
©14. März, 2010 Von Asher Intrater

In Lukas, Kapitel 10, gibt Jeschua eine kleine Trilogie zur Liebe. Von Vers 25 bis 28 erklärt er einem Rabbi, dass das zentrale Prinzip des Gesetzes von Mose nicht ein religiöses Ritual, sondern Liebe ist. An erster Stelle Gott zu lieben und an zweiter Stelle seinen Nächsten.

Der Rabbi stellte die Frage, wie man ewiges Leben erhalten könnte. Jeschua sagte dem Rabbi nicht dieser müsse glauben, dass Er (Jeschua) der Messias sei. Stattdessen fragte er ihn, was in der Schrift geschrieben sei. Es war der Rabbi selbst, der die Antwort gab (diese Antwort ist ähnlich zu der Position, die der Schule des Rabbis Hillel im ersten Jahrhundert zugeschrieben wird):

Lukas 10,27 –Der Rabbi antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand! Und: Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst!“

Jeschua bestätigte, dass der Rabbi richtig geantwortet hätte, was die Wortbedeutung der Torah anging und dass das doppelte „Liebesgebot“ zum ewigen Leben führen würde. Aber dann kommt die praktische Umsetzung. Es ist leicht, die Pharisäer der damaligen Zeit als Heuchler anzusehen. Aber wir stehen vor dem gleichen Problem. Jeschua hat nicht nur über sie gesprochen. Er hat auch über uns gesprochen.

Diese beiden grundlegenden Gesetze – Gott zu lieben und unseren Nächsten - sind so einfach. Wie kommt es dann, dass wir es so leicht vermasseln? Jeschua gibt 2 Beispiele: Er nennt einen Fehler, wenn es darum geht, Gott zu lieben und einen Fehler wenn es darum geht, unseren Nächsten zu lieben. Diese Beispiele gelten für jeden; und sie gelten vor allem für Leute, die in einem „Dienst“ dienen, insbesondere für „Leiter“ eines Dienstes.

Das erste Beispiel – der barmherzige Samariter – macht deutlich, wie ein Leiter eines Dienstes das Prinzip seinen Nächsten zu lieben, verfehlen kann. Die Dienstleiter (Priester und Levit) sind so auf ihren Dienst und auf die Wichtigkeit ihrer priesterlichen Berufung fixiert, dass sie um der Sache ihres „Dienstes für Gott“ keine Zeit und Anstrengung verschwenden dürfen, um dieser „unwichtigen“ Person zu helfen, die Schmerzen hat und in Not ist.

Das zweite Beispiel – das von Martha – zeigt, wie eine Person mit viel Verantwortung für den Dienst das Prinzip verfehlen kann, Gott zu lieben. Martha ist eine von Jeschuas engsten Jüngerinnen, und eine derjenigen, die am härtesten arbeiten und sich am meisten verantwortlich fühlen. Sie hat sich so in ihre Verantwortung hineinverstricken lassen, dass sie die Gelegenheit verpasst hat, den HERRN zu lieben. Darüber hinaus hat sie auch ihre Schwester angegriffen. Ihr Dienst hat die Stelle ihrer Liebe eingenommen (Offenbarung 2,4).

Lasst uns von Martha und dem Samariter lernen, so dass wir Gott lieben können und unseren Nächsten als unsere wichtigsten Prioritäten.


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