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Revive Israel Ministerien
Ganz Israel wird gerettet werden
© Dezember 2001 Asher Intrater

Wenn wir in Israel das Evangelium verkünden, treffen wir sicherlich auf viel Widerstand. Das ist zu erwarten. Wo immer das Evanglium zu neuen Menschen durchbricht, wird es geistlichen Widerstand geben. Das ist ein biblisches Prinzip: mehr Evanglisation, mehr Verfolgung. Es freut mich sagen zu können, dass unser Volk offener für das Evanglium ist als je zuvor. Eine wachsende Zahl von Israelis empfängt die übernatürliche Offenbarungen, dass Jeschua der Messias ist.

Einer der Verse, die unserem Dienst zu Grunde liegen und unserem Leben Motivation geben, ist Römer 11,26 – und so wird ganz Israel gerettet werden.
Selbst wenn wir Schwierigkeiten begegnen, wissen wir, dass wir „zum Erfolg verurteilt“ sind. Die unserem Volk versprochene Erweckung wird in mehreren Etappen kommen, von klein bis gross. Die Bibel spricht von drei grundsätzlichen Ebenen:

1. Wenige
Am Anfang steht eine grosse evangelistische Anstrengung, auch wenn nur eine relativ kleine Zahl zum Herrn kommt. Paulus sagte, dass eine der Wirkungen einer verherrlichten Gemeinde unter den Heiden darin bestände, dass sie Jüdische Menschen anziehe und – Römer 11,14 – einige von ihnen errettet. Von sich selbst als messianischem Juden sagte er, dass er alles tun würde, um sich selbst kulturell den Gebräuchen unseres Volkes anzugleichen (1. Korinther 9,20-22), damit „ich auf alle Weise einige errette.“ (V. 22). Das ist die Zeit, in der wir uns jetzt befinden.

2. Viele
Die Bibel stellt dann fest, dass während der Bedrängnis der Endzeit viele Israelis zum Herrn kommen werden. Diese Phase liegt noch vor uns. Offenbarung 7,4 bezieht sich auf die Zahl der Israelis, die während der  Drangsal zum Herrn kommen, als hundertvierundvierzigtausend – „144.000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israels.“

3. Alle
Gegen Ende der Trübsalszeit, unmittelbar vor dem zweiten Kommen Jeschuas, wird sich diese Erweckung auf die ganze Nation ausdehnen, so dass „…ganz Israel gerettet wird“. Diese letzte Erweckung, die die ganze Nation erfasst, kommt möglicherweise am Ende solch schrecklicher Kriege und Bedrängnisse, dass zwei Drittel der Nation tot sein werden. Dann wird sich der gesamte Überrest des überlebenden Drittels zum Herrn wenden (Sach. 13,9).

Diese drei grundlegenden Etappen – (wenige – viele – alle) sind mit einander verbunden. Vor dem Zweiten Kommen wird es keine volle nationale Bekehrung geben, sofern nicht ein grösserer Überrest gerettet ist und den Glauben während der Trübsalszeit weitergibt. Und es wird keinen größeren Überrest in der Trübsal geben, wenn wir nicht in unserer gegenwärtigen Zeit alles tun, um „einige zu retten“.  Dieser Auftrag des Herrn drängt uns vorwärts.

Die hebräischen Wurzeln des Wortes „Bedrängnis“ kommen von dem Wort „tsara“, das in zwei Prophetien im Alten Testament gefunden wird. Die erste steht in Jeremia 30,7 – und es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden. Was mir an diesem Vers am meisten auffällt, ist die Verheissung der nationalen Errettung Israels während der Zeit der Bedrängnis! Das ist, wann die grosse Erweckung in Israel stattfinden wird.

Der zweite Vers mit der Wurzel des Wortes „Bedrängnis“ findet sich in Daniel 12,1 – Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie noch nie gewesen ist, seitdem eine Nation entstand bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk errettet werden. Da ist es wieder. In der Bedrängnis der Endzeit wird die grosse Erweckung Israels stattfinden. (Übrigens, das Wort an dieser Stelle für „errettet“ ist „yimalet“, das gleiche Wort, welches auch in Joel 3,5 zu finden ist und in Apostelgeschichte 2,21 zitiert wird in Bezug auf die Erweckung zu Pfingsten, die „vor dem grossen und herrlichen Tag des Herrn“ (Apg 2,20) geschehen soll. Es wird ein zweites Pfingsten geben am Ende der Bedrängnis, vor dem Zweiten Kommen, in dem sich die Nation Israel zum Herrn wenden wird.)

Sacharja Kapitel 12, 13 und 14 sprechen von dieser gleichen Abfolge in Bezug auf Jerusalem. Wenn wir die ersten paar Verse jedes dieser Kapitel ansehen, erkennen wir ein interessantes Muster.

Sacharja 12: Jerusalem wird ein Punkt internationaler Auseinandersetzungen.
Sacharja 13:  Eine geistliche Quelle der Vergebung und Reinigung wird für die Bewohner Jerusalems eröffnet werden.
Sacharja 14: Die Nationen der Welt greifen Jerusalem beim Zweiten Kommen Jeschuas an.

Man braucht keinen Propheten, um zu erkennen, dass Jerusalem schon jetzt der meist umstrittene politische Gegenstand in der internationalen Arena ist. Die Quelle der Erweckung wird gerade eröffnet.

In der Mitte dieser Stelle in Sacharja finden wir folgende wunderschöne Passage in Kapitel 12, Vers 10 – Aber über das Haus David und über die Einwohner Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgiessen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben. Das Wort „auf“ in diesem Vers ist vermutlich falsch übersetzt. „Auf“ mich sehen wäre „alai“, aber in diesem Fall steht hier „eilai“, das man besser übersetzt mit „zu mir schauen“. Es könnte hier eine prophetische zweifache Bedeutung vorliegen, zum einen Jeschua zu sehen, wenn er wiederkommt, aber auch sich Ihm als Messias zuzuwenden in der Phase kurz bevor er wiederkommt.

Einige haben bemerkt, dass ich glaube, dass die Entrückung am Ende der Drangsal beim Zweiten Kommen stattfindet, nicht sieben Jahre vor dem Zweiten Kommen am Anfang der Trübsal. Nun ja, jeder kann über Endzeit-Prophetien streiten. Auf vielerlei Weise hat mein Argument mehr mit Evanglisation zu tun als mit der kirchlichen Endzeitbetrachtung. Mein Herz brennt, dass ganz Israel gerettet werde. Ich bin hier, um Erweckung zu sehen, nicht Entrückung; um Seelen zu gewinnen und nicht, um einem Konflikt zu entkommen. Verfolgung oder Bedrängnis ändern nichts. Wir sind bereit, jeden Preis zu bezahlen, damit das Evanglium bis an die Enden der Welt gepredigt wird und Jeschua wiederkommt, um sein Königreich zu errichten. (Paulus sagte, er wäre sogar bereit verdammt zu werden, wenn es möglich wäre, damit sein Volk gerettet würde – Römer 9,3).

Die Endzeit wird eine Zeit grosser Erweckung sein. Wir brauchen uns vor nichts zu fürchten. Wir werden mit dem Heiligen Geist versiegelt und vor allem Schaden beschützt sein. (Offb 7,3) Es wird eine doppelte Ernte in den letzten Zeiten geben. In Offenbarung 14, 14-16 sehen wir einen Engel, der eine mächtige Ernte ausruft, die auf der Erde reif ist. Das ist eine gute Ernte. Das ist die Ernte von Millionen Seelen, die in der Endzeit zum Herrn kommen. In Offenbarung 14, 17-20 sehen wir eine zweite grosse Ernte, in welcher Trauben in der Weinpresse des Zornes Gottes vernichtet werden. Das ist die Ernte der Bestrafung der Bösen. Beide Ernten ereignen sich zur gleichen Zeit.

Die Bedrängnisse am Ende der Zeiten sind der Höhepunkt des Konflikts zwischen den Mächten von Gut und Böse. Ein Teil der Bedrängnis wird die Verfolgung der Heiligen durch dämonische Mächte sein. Der andere Teil der Bedrängnis wird die Bestrafung der Sünder durch die Hand Gottes sein. Diese beiden Kräfte überschneiden sich und eskalieren in diesen End-Konflikten.

Die Verfolgung der Heiligen, verursacht durch den Teufel, soll die weltweite Erweckung und Evangelisation zum Abbruch bringen. Die Strafen Gottes gegen die Sünder sollen die Sünder zu Busse und Erweckung bringen. (Offb 9,20-21; 16,9-11). Das ist die wichtigste Zeit für die Heiligen Gottes, im Gebet und der Verkündigung zu stehen. Himmlische Heere haben auf diese Zeit und Stunde gewartet und sich darauf vorbereitet.

Was die Rettung Israels betrifft, sehe ich ein prophetisches Abbild in der Geschichte von Josef und seinen Brüdern in Ägypten. Dort gab es sieben Jahre der Fülle; danach kamen sieben Jahre des Hungers. Es war in der siebenjährigen Hungersnot, als Josefs Brüder erkannten, wer er war. Das ist ein prophetischs Abbild des jüdischen Volkes, das in der Endzeit erkennt, dass Jeschua der Messias ist. Es ist interessant festzuhalten, dass diese Offenbarung in der siebenjährigen Hungerszeit erfolgt. Ich glaube dass Gott in naher Zukunft Israel auf übernatürliche Weise in eine Position weltweiten Einflusses und finanziellen Reichtums bringen wird. In dieser Zeit werden die Orthodoxen Juden eine bestimmte Person als Messias verkünden. Nach der siebenjährigen Periode der Fülle wird es eine furchtbare Zeit der Bedrängnis geben. Aber in dieser Zeit der Bedrängnis werden sich die Augen der Nation öffnen, so dass sie Jeschua als ihren verlorenen Bruder und Herrn sehen.

Eine letzte Anmerkung: in mystischen Kreisen des rabbinischen Judentums gibt es die Idee des „ikvot hamashiach,“ die Schritte des Messias. Dieser Ausdruck bezieht sich auf eine Zeit der Krise und der Katastrophen, in der das Kommen des Messias so nah ist, dass man seine Schritte hören kann.



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